Biografie
♦ Was ist deine Geschichte (Biographie)?
Ich bin in Deutschland geboren nichts Spektakuläres, echt ruhig alles, fast schon zu still. Von außen betrachtet war mein Leben das, was die Leute eben "normal" nennen. Aber, ganz ehrlich, in mir sah's immer ganz anders aus. Irgendwas hat nie richtig gepasst… so als hätte ich Schuhe an, die immer drücken, egal wie oft ich neue kaufe. Schon als Kind hab ich gemerkt, ich tick' irgendwie anders. Ich hab gefühlt, was andere nicht mal aussprechen konnten. Aber klar, ich wollte niemanden enttäuschen, nicht komisch auffallen. Also hab ich lang so getan, als ob alles okay ist. Einfach weggeschoben.
Mit den Jahren… puh, der Druck wurde echt heftig. Während alle dachten, ich hab alles im Griff Familie, Freunde, Schule, später Job hab ich nachts wachgelegen und mich gefragt: Was stimmt nicht mit mir? Warum fühl ich mich immer falsch in meiner eigenen Haut? Die Angst vor Ablehnung… Mann, die hat mich förmlich gelähmt. Ich hab kaum drüber geredet. Wer kann denn schon mit sowas anfangen?
Und doch gab's diesen Moment irgendwann so mitten in einem von diesen Selbstdiskussionsnächten wo ich gecheckt hab: Ich kann nicht mein ganzes Leben diese Rolle für alle anderen spielen. Es ging einfach nicht mehr. Nach so vielen Runden mit mir selbst, nach doofen Grübeleien, mit zu viel Unsicherheit und Selbstzweifel… hab ich angefangen, Stück für Stück zu akzeptieren, wie und wer ich bin. Da kam auf einmal diese Idee hoch: Einfach alles hinter mir lassen. Deutschland, alles Bekannte weg und irgendwo neu starten. Am besten in einer Stadt, wo mich niemand kennt und ich ehrlich sein kann. Einfach nur mit mir selbst.
Also… Los Santos. Riesenstadt, laut, schrill, komplett chaotisch wahrscheinlich. Aber genau das hat mir plötzlich Mut gemacht. Weil… Weiß nicht, es gibt einem die Freiheit, endlich zu entscheiden: Wer will ich eigentlich sein? Und da hat das alles angefangen, diese große Veränderung, die ich nie richtig erwartet hätte.
Und ja, aus Collin Carrera wurde Irina Carrera. Es war kein "ab jetzt ist alles anders", eher… ich durfte zum ersten Mal so sein, wie ich mich schon ewig tief drin gefühlt hab. Klar, das war echter Kampf. Es gab Leute, die haben überhaupt nichts kapiert fiese Sprüche, blöde Gespräche, und manchmal hab ich einfach geheult. Aber ich hab weitergemacht. Weil ich gespürt hab, dass ich für das Leben kämpfe, das mich glücklich macht.
Nach und nach hab ich dann auch meinen Platz hier gefunden. Neue Leute sind in mein Leben gekommen… ich hab gelernt, mutiger zu sein und musste mich nicht mehr verstecken. Und irgendwie, all die miesen Phasen haben mich stärker und offener für andere gemacht.
Heute… ich kann echt sagen, ich steh zu allem, was war und zu wem ich jetzt bin. Ich will, dass Leute sehen: Veränderung ist nix Schlechtes. Jeder verdient die Chance rauszufinden, wer er wirklich ist. Los Santos ist für mich nicht einfach nur ne neue Stadt das ist der Ort, an dem ich endlich anfangen konnte, wirklich ich selbst zu sein.
